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(Die aufgezählten Gründe treffen auf Orca's und Delfine zu)

1. Der Lebensaufgabe beraubtBearbeiten

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Wer sich anschaut, wie Orcas, die größten Vertreter aus der Familie der Delfine, in freier Natur leben, kann nur fasziniert sein. Oracs zeugen von hoher Intelligenz und Erfindungsreichtum, was vor allem die Jagd betrifft. Je nachdem, in welcher Region eine Walfamilie lebt, haben sich die Tiere auf ihre bevorzugte Beute spezialisiert. Sie entwickeln hoch effiziente Jagdtechniken, um möglichst erfolgreich Beute zu machen. So spezialisieren sich z.B. Orcas in Chile auf Robben im seichten Wasser. Mit einer Welle lassen sich die Tiere bis an den Strand treiben, um unvorsichtige Robben zu erwischen. Mit viel Geschick, welches den Kindern von der Mutter Schritt für Schritt gelehrt wird, gelingt es
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den schweren Tieren wieder zurück ins Meer zu gelangen. In Norwegen werden große Fischschwärme eng zusammengedrängt und dann mit den großen Schwanzflossen bewusstlos geschlagen. Eingesammelt und gegessen wird dann gemeinsam. Die Jagd und Futteraufnahme, das Erlernen und Weiterentwickeln von Techniken, damit das Überleben der Familie gesichert ist, wird wohl den Hauptteil ihrer Zeit in der freien Natur ausmachen. Nebenbei bleibt jedoch immer noch genug Zeit, um ausgiebig Sozialkontakte zu fördern und zu spielen. 
Im Delfinarium bekommen Orcas ihren toten Fisch, den sie übrigens in der Natur nicht fressen würden, mundgerecht ins Maul gelegt. Beschäftigt werden die Tiere mit Kunstückchen, die wohl kaum so anspruchsvoll sein können, um die Jagd draußen zu ersetzen. In der Zwischenzeit dümpeln die Tiere gelangweilt und frustriert im künstlichen Becken.


2. Der Familie beraubtBearbeiten

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Orcas leben entweder als ortsansässige Großfamilien mit 10 - 25 Mitgliedern, als Umherziehende in Kleinfamilien mit 1 - 5 Mitgliedern oder als Hochseeorcas mit Gruppengrößen von 30 - 60 Stück. Delfine leben sogar in Gruppen mit bis zu 100 Tieren. Normalerweise bleiben die Familien ein Leben lang zusammen und sind als soziale Gemeinschaft stark aneinander gebunden. Jede Familie hat ihren eigenen Dialekt, mit dem er sich unterhält. Dieser muss den Kälbern, ähnlich wie beim Menschen, erst beigebracht werden. Unterschiedliche Familien können sich also schlecht bis gar nicht verständigen. 
Für ein Delfinarium müssen Tiere erst mal gefangen werden. Das bedeutet, dass Jungtiere aus ihrem Familienverband herausgerissen werden und dabei schweren Traumata wie posttraumatischem Stress, physische und emotionale Störungen und Depressionen ausgesetzt werden. Die Tiere haben Angst, massive Adrenalinausschüttung und Panikattacken. Viele der Tiere sterben entweder schon bei der Gefangennahme, beim Transport oder kurze Zeit später in ihrer neuen Heimat. Die Hinterbliebenen Familienmitglieder müssen hilflos mit ansehen, wie ihre Jungtiere abtransportiert werden und sie diese nie wiedersehen. Seit 1961 sind 136 Tiere gefangen worden und an Delfinarien verkauft. Wildfänge halten bis heute an.Im Delfinarium fristen sie entweder ein einsames Dasein (insgesamt 4 der 48 in Gefangenschaft lebenden Orcas, einer seit 1980), oder treffen dann auf andere Tiere aus fremden Familien zusammen, deren Sprache sie gar nicht sprechen. Im beengten Becken ohne ausreichend Rückzugsmöglichkeiten entstehen Dominanzkämpfe und Aggressionen. Tiere verletzen sich oft gegenseitig. Kaum ein Tier ist ohne tiefe Narben zu finden. Bei einer Show verblutete ein Orcaweibchen nach einer Verletzung einer Arterie vor den Zuschauern. Orcas werden auch zwischen Delfinarien ausgetauscht, was wiederum Gruppen auseinanderreißt und Tiere sich erst wieder aneinander gewöhnen müssen.


3. Der Weite des Ozeans beraubt Bearbeiten

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Die endlosen Weiten des Ozeans können auch beim besten Willen nicht artgerecht nachgebaut werden. In der Regel sind die Becken nicht mal annähernd naturnah. Es handelt sich um schlichten, tristen Beton. In der freien Natur tauchen Orcas ca. 60 m tief und legen bis zu 150 km pro Tag zurück. Die Becken, in denen Orcas gehalten werden, müssen hingegen nur eine Tiefe von 4,5 Meter haben. Für einen Orca wird in den USA eine Mindestgröße von 324 m2 verlangt. Vor Langeweile schwimmen die Orcas ständig im Kreis, welches als stereotypisches Verhalten bezeichnet wird, oder sie liegen lange Zeit regungslos auf der Wasseroberfläche, was z. B. in Florida zu Sonnenbränden führen kann. Die in freier Wildbahn hoch aufgerichtete, bis zu 1,80 m lange Rückenflosse, die dem Schwertwal seinen Namen einbrachte, hängt durch Schwerkraft und fehlende Bewegung bei allen männlichen Orcas mit der Zeit schlaff auf einer Seite.


4. Der Gesundheit beraubtBearbeiten

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In den wenigsten Delfinarien kann richtiges Meerwasser ins Becken gepumpt werden, und dann auch nur speziell aufbereitet. Um die empfindlichen Meeressäuger vor Keimen zu schützen, wird das Wasser oft mit großen Mengen Chlor und anderen Chemikalien versetzt, vor allem in älteren Delfinarien, wo die Filtersysteme und Pumpen schwächeln. Immerhin fallen am Tag doch größere Mengen Urin und Kot an. Die meisten Tiere haben Hautprobleme in Form von Ekzemen und sind anfällig auf Pilze. Chlor reizt Haut und Schleimhäute, vor allem die Augen sind oft betroffen. 
Stress und Aggressionen äußern sich bei vielen Orcas als Drohgebärde in Form von Zähneklappern, was auf Dauer den Zähnen schadet. Vor Langeweile nagen die Tiere die Beton-kanten ab und sorgen so für noch mehr Zahnprobleme. Werden die Tiere zwischen den Shows getrennt, nagen sie an den Gittern, sodass mit der Zeit die Zahnhälse freiliegen. Zahnprobleme erhöhen deutlich die Gefahr von Lungenentzündungen, Herzkrankheiten und vielem mehr. Um die Aggressionen etwas einzudämmen und die Tiere ruhigzustellen, werden scheinbar auch Psychopharmaka verabreicht. Ein weiteres Problem ist die ständige Lärmbelästigung durch die Menschen, die Umwälzpumpen und die Laute Musik bei den Shows. Im Prinzip haben die Tiere niemals richtig Pause. Zu bestimmten Zeiten müssen sie für die Show zur Verfügung stehen, mehrmals am Tag.


5. Der Fortpflanzung beraubtBearbeiten

Von 48 in Gefangenschaft lebender Orcas sind nur noch 16 Wildfänge. Das erscheint eigentlich erst mal positiv. Auf den zweiten Blick kann man jedoch erkennen, dass die Nachzucht der Orcas, und auch der Delfine, keineswegs problemlos gelingt. Ein großer Teil der Orcas hat Fehl- oder Totgeburten, auch die Säuglingssterblichkeit ist sehr hoch. Sollten die Jungen tatsächlich überleben, sind die Mütter total überfordert, weil sie nie gelernt haben, wie man einen Säugling versorgt. Viele Babys werden verstoßen und man versucht sie, mit der Hand aufzuziehen. Die Quote wird zwar etwas besser, da immer mehr an Haltungsbedingungen optimiert wird, jedoch stellt sich mir die Frage, warum man mit aller Gewalt ein Wildtier in Gefangenschaft vermehren und halten muss, wenn die Umstände so suboptimal sind, dass ein großer Teil der Tiere stirbt. Ein dramatisches Beispiel ist Corky. Sie bringt 1977 das erste lebende Kalb in Gefangenschaft zur Welt. Es stirbt nach 16 Tagen. Zwischen 1978 und 1986 kommen weitere 4 Babys zur Welt. Das Älteste wurde 46 Tage alt. 1986 folgte noch eine Totgeburt. Dann konnte Corky keine Kälber mehr bekommen.


6. Dem freien Willen beraubt - Aggressionen gegen TrainerBearbeiten

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Immer wieder kommt es zu Aggressionen auch gegen Trainer, die im Wasser mit den Tieren trainieren und auftreten. Nur über die schlimmsten Verletzungen und Todesfälle wurde in den Medien berichtet. Von Pro Wildlife gibt es eine 4-seitige Liste mit allen Übergriffen und aggressivem Verhalten gegenüber Trainer und Artgenossen, die durch die einzelnen Wale begangen wurden. Die Dunkelziffer könnte weitaus höher liegen. Durch die Betreiber der Delfinarien wird das Ganze oft runtergespielt und verharmlost. 
Aggressives Verhalten gegenüber Menschen wird in der Natur nicht beobachtet. Die Wale in Gefangenschaft haben sicher nicht schuld an ihrem Verhalten, sondern sind durch ihre frustrierende Haltung manchmal gezwungen, Dampf abzulassen. Sie können sich n
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icht aussuchen, mit wem sie zusammenleben und in der enge der Becken bestehen auch kaum Ausweichmöglichkeiten, was Stress für die Tiere bedeutet. 
Insgesamt gab es vier Todesfälle, 3 Trainer und eine Privatperson, die sich nachts im Park einschließen ließ und wohl heimlich ins Becken des Wals stieg. Der gleiche Wal, Tilikum, ist auch in die Todesfälle von zwei der 3 getöteten Trainer verwickelt. 1991 ertränkt er mit zwei weiblichen Orcas die Trainerin Keltie Byrne. 2010 packte er seine Trainerin Dawn Brancheau und zog sie unter Wasser. Sea World änderte daraufhin 1 Jahr lang seine Show. Die Trainer durften nicht mehr zu den Walen ins Wasser. Nachdem mehrere Sicherheitsmaßnahmen installiert wurden, gibt es nun wieder Shows im direkten Kontakt.

Was geschah eigentlich mit "Free Willy"?Bearbeiten

Der wohl bekannteste Schwertwal aller Zeiten ist Keiko, der über Nacht die Herzen der Kinobesucher erobert hatte. Groß war der Aufschrei der Fans, als rauskam, dass Keiko in Mexiko in einem sehr kleinen, viel zu warmen Becken sein Dasein fristet. Noch dazu nur mit zwei Delfinen als Gesellschaft. Er war unterernährt und hatte massive Hautprobleme. Der Ruf nach Freiheit wurde sehr laut. Das führte dazu, dass die Free Willy Keiko Foundation gegründet wurde, welche Keiko kaufen konnte. Er wurde in ein größeres Becken nach Oregon überführt. Ziel war es, den Wal wieder auszuwildern. Kein leichtes Unterfangen nach 16 Jahren Gefangenschaft. Keiko wurde mit ca. 1 - 2 Jahren gefangen, wesentliche Kenntnisse darüber, wie man draußen überlebt, kannte er gar nicht. Fische fangen war ihm anfangs unheimlich. Aber er lernte es. Von der US Air Force wurde er dann mit Hilfe von Spendengeldern nach Island in eine Bucht geflogen, wo er weiterhin auf ein Leben im Meer trainiert wurde. Insgesamt kostete die Rettungsaktion 20 Millionen Dollar. Die Aussicht auf Erfolg war eigentlich sehr gering. Dennoch konnte er nach 6 Jahren als freier Wal im Atlantik schwimmen. Ab hier gibt es dann verschiedene Versionen vom Ende des 27-jährigen Killerwals. Die einen behaupten, er hätte sich nicht zurechtgefunden und wäre einem Fischerboot nach Norwegen gefolgt. Nach der zweimonatigen Reise wäre er ziemlich ausgehungert gewesen und ließ sich wieder aufpäppeln. Die anderen berichten davon, dass er seine Reise gut ernährt überstanden hatte. Da sich Keiko jedoch nicht an andere Orcas anschließen konnte, seine Familie zu finden war aussichtslos, ließ er sich in einem Fjord in Norwegen nieder und wurde zur dortigen Attraktion. Er konnte kommen und gehen, wann er wollte. Leider starb er schon 2 Jahre später an einer Lungenentzündung.     

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