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Mit Hydrophon und GPS: WalforschungBearbeiten

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Obwohl sich Menschen seit langem für Wale interessieren, ist nur sehr wenig über diese Tiere bekannt. Wale sind nur schwer zu beobachten. Den größten Teil ihres Lebens verbringen sie weit unter der Wasseroberfläche, wo sie mit bloßem Auge und Kamera kaum zu erkennen sind. Darum werden sie meistens "abgehört". Mit Unterwassermikrofonen, sogenannten Hydrophonen, lassen sich die Töne der Tiere unter Wasser aufnehmen. Zur Langzeitbeobachtung bringen Wissenschaftler kleine Messgeräte an den Tieren an, die über GPS (Global Positioning System) die Position ermitteln und alle Bewegungen aufzeichnen. Einige dieser Geräte verfügen sogar über einen Sender, der die Daten nach dem Auftauchen an einen Satelliten weitergeben kann. So entfällt die - oft erfolglose - Suche nach den abgelösten Messgeräten. Indem sie aufgetauchte Wale mit einem speziellen Pfeil beschießen, der kleine Hautfetzen aufnimmt, können Forscher aus der Distanz Gewebeproben gewinnen. Genetische Untersuchungen geben Aufschluss über die Verwandtschaftsverhältnisse. Spuren in Walspeckresten der Probe verraten, wovon sich die Tiere ernährt haben. 

Erkennen und Zählen: BestandsforschungBearbeiten

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Welche und wie viele Wale sich in einem bestimmten Gebiet aufhalten, ist nicht ohne Weiteres zu bestimmen. Viele Forscher erkennen einzelne Wale an ihrer Schwanzflosse, der Fluke. In Bilddatenbanken werden die einzigartigen Merkmale festgehalten, beispielsweise Kratzer, Muster und die Form der Fluke. Durch den Vergleich von Fotos mit den
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Datenbankeinträgen können die Wissenschaftler dann überprüfen, ob es sich um neue oder schon registrierte Tiere handelt. Da sich Wale über weite Bereiche verteilen können, ist oft gar nicht bekannt, wie viele Exemplare einer Art noch leben. Die Bestandsgrößen aller Walarten können nur grob abgeschätzt werden, eine Herausforderung für Zoologen und Mathematiker. Mit Booten und Flugzeugen werden die Meeresbereiche abgesucht, in denen man Wale vermutet. Aus den Stichprobenzählungen versucht man,  den potenziellen Gesamtbestand auszurechnen.

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